Gebrochene Fassade G E B R O C H E N E   F A S S A D E

Obentrautstraße 30-32
Berlin
Jahr der Fertigstellung: 1986
Photo: Werner Augustin



Presseberichte:
Berliner Morgenpost Nummer 5. Februar 1998


"Die perfekte Illusion der „Giebelphantasien"


Steglitz. Die Illusion ist perfekt. Eine Hausecke mit Fenstern an beiden Seiten, in denen sich ein Bild mit der Venus von Milo von der gegenüberliegenden Wand zu spiegeln scheint. Erst, wenn der Betrachter unmittelbar vor dem Haus steht, durchschaut er den Trick: ein Gemälde auf einer völlig glatten Fassade. Der Berliner Wandmaler Gert Neuhaus verzierte das Hinterhaus an der Obentrautstraße 30-32.

Der Verein „pluspunkt" am Steglitzer Damm 105 organisiert für sein Frühjahr-Sommer-Prograrnm dreistündige Stadtrundfahrten zu rund 30 Berliner „Giebelphantasien". Unterstützt wird die Aktion vom Autor und gelernten Elektroniker Norbert Martins. Seit 1975 spürte der heute Fünfzigjährige mehr als 450 dieser Kunstwerke auf und beschrieb in seinem leider vergriffenen Buch „Giebelphantasien" die Geschichten um die Wandgemälde.

Viele sind versteckt auf Hinterhöfen, andere übersieht man während der Fahrt im Auto. So wie das Wandbild „Waldsterben" am Seniorenheim Ruhesitz an der Lietzenburger Straße. Einige Häuser weiter bei „Loretta" prangt das Bild „Globales Schach". An diesem Bild arbeiteten auch Jugendliche mit. „Für die Graffiti Sprayer als Strafe gedacht haben sie auch dabei gelernt", erzählt Martins.



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